Phantastische Literatur ist ein wichtiger Umsatzgarant im Portfolio der Verlage und des Buchhandels. Spätestens seit den Verfilmungen von Harry Potter, des Herrn der Ringe oder des Lieds von Eis und Feuer ist Fantasy im Mainstream angekommen.
Trotzdem führt das Genre in den Medien eher ein Schattendasein und wird leichtfertig als Schund abgetan. Dies ist in hohem Maße dem Umstand geschuldet, dass die Phantastik nach wie vor oft belächelt oder als reines Phänomen der Jugendliteratur angesehen wird. Phantastische Literatur findet in den ohnehin schon dünn gesäten Literatursendungen im Fernsehen ebensowenig Platz wie in den Feuilletons.
Dennoch ist und war sie zu keiner Zeit aus dem Literaturbetrieb wegzudenken. Ob nun E. T. A. Hoffmann, Theodor Storm oder Michael Ende – die Lust am und Liebe zum Wunderbaren, Unglaublichen und Unerklärlichen zieht uns immer wieder in ihren Bann. Sie lässt uns staunen, verzweifeln und fürchten. Sie ist ein Abbild unserer Gesellschaft, bündelt die alltäglichen Probleme oft auf ein wesentliches Minimum und gibt doch auch Grund zur Hoffnung. Ob nun Fantasy, Science-Fiction oder Horror – die Geschichtenvielfalt ist so unbegrenzt wie unsere Vorstellungskraft, und vielen Menschen bietet dieses Literaturgenre einen Zufluchtsort vor dem Alltag, ohne dass sie sich darin verlieren müssten.

Der Phantastische Akademie e.V. setzt sich für die Förderung und Anerkennung phantastischer Literatur als gleichberechtigte Literaturform ein.

Zu diesem Zweck und um dem Genre einen würdigen Rahmen zu geben, um sich selbst zu feiern und der Kulturwelt im deutschsprachigen Raum zu zeigen, dass wir es ernst meinen, verleiht die Phantastische Akademie jährlich auf der Leipziger Buchmesse den Literaturpreis SERAPH.